Ein Internat für Menschen mit mystischen Gaben — und ein Fluch, der alle von innen auffrisst.
Die Welt
Das abgelegene Bergtal, in dem die Obsidian Hall liegt, hat keinen offiziellen Namen auf Schweizer Karten. Das Tal liegt zwischen zwei Graten, die das Sonnenlicht so ablenken, dass der Boden hier auch im Sommer im Schatten liegt.
Die Obsidian Hall ist ein Internat für Jugendliche mit mystischen Gaben. Wer hierherkommt, weiss, dass er nicht gewöhnlich ist. Das Internat weiss es auch. Hier ist das kein Problem — hier ist es der Grund, warum man aufgenommen wurde.
Das Gebäude ist aus schwarzem Vulkanstein gebaut — echtem Obsidian, gewonnen aus dem Bergmassiv dahinter. Bei bestimmtem Licht sieht man sich darin spiegeln. Bei anderem Licht sieht man etwas, das nicht man selbst ist.
Hohe, spitze Torbogen. Tiere aus Stein, die keine echten Tiere sind. Ein Westturm, der leicht schief steht und nie ganz zurückgefunden hat. Eiserne Kronleuchter mit echten Kerzen — keine Glühbirnen — hängen in der Eingangshalle, und niemand erklärt, wer sie anzündet oder wie lange die Kerzen schon brennen.
Die Stimmung
Die Obsidian Hall ist nicht unheimlich. Sie ist eigenartig — was fast schlimmer ist.
Die Wände sind kalt, auch wenn geheizt wird. Die Schatten liegen immer einen Tick falsch — nicht dramatisch falsch, nur um einen Grad versetzt. Es gibt Regeln, die nicht erklärt werden, aber irgendwie alle kennen. Bestimmte Gänge betritt man nicht nach 22 Uhr.
Die Figuren
Lenora
Schülerin im Abschlussjahr. Sie kennt die Geheimnisse der Obsidian Hall und weiss, was wirklich vor sich geht. Sie sagt nicht alles. Wer ihr eine Frage stellt, bekommt eine Antwort — die aber meistens drei neue Fragen aufwirft.
Die Neuen — das seid ihr
Vier neue Schülerinnen und Schüler. Ihr kennt euch nicht. Ihr habt alle eine mystische Gabe — und alle dieselben Symptome: Die Gaben funktionieren. Aber sie fressen euch dabei von innen auf.
Die Ausgangslage
Seit Wochen werden immer mehr Schülerinnen und Schüler krank. Nicht krank wie Grippe — krank wie leer. Sie setzen ihre Gaben ein und danach fehlt etwas. Energie? Vielleicht. Aber es fühlt sich tiefer an.
Lenora nennt es den Fluch.
Wie genau der Fluch funktioniert, weiss niemand vollständig. Sicher ist: Er blockiert die Verdauung — die körperliche Quelle von Energie. Und er trifft jede Gabe an einer anderen Stelle.
Was unklar bleibt: Warum trifft er gerade jetzt? Und warum treffen vier neue Schülerinnen und Schüler zur selben Zeit ein — mit vier verschiedenen Gaben?
Game-Challenge
Jede Person in eurer Gruppe hat eine andere Gabe — und durch den Fluch ein anderes Organ, das als Erstes befallen ist. Ihr erforscht euren eigenen Bereich: Was blockiert der Fluch? Warum? Was wäre nötig, um ihn zu brechen?
Dieses Wissen gehört euch. Aber ihr könnt euch nicht selbst heilen — nur ein Mitspieler, der wirklich versteht, was mit euch los ist.
Lenora führt die Gruppe zu einer Maschine, die tief in der Obsidian Hall versteckt ist. Auf ihrer Oberfläche: ein Symbol. Wer es berührt, kann dem Fluch entkommen — aber nur, wenn das Team sein Wissen wirklich geteilt hat.
Der Fluch lässt sich brechen. Aber nur, wenn alle erklären, zuhören und verstehen.